
Infrarot-Licht (IR) im Cannabis-Anbau ist ein Thema, das zunehmend Aufmerksamkeit erhält. Doch was steckt dahinter? Ist Infrarot-Beleuchtung ein Game-Changer oder reiner Hype? Dieser Artikel beleuchtet die Wissenschaft, die praktischen Anwendungen und die Grenzen von Infrarot im Cannabis-Grow.
Infrarot-Strahlung liegt im Spektrum oberhalb des sichtbaren roten Lichts (über 700 nm). Für Cannabis relevant sind zwei Bereiche:
Far Red in Kombination mit rotem Licht (660 nm) steigert die Photosyntheserate über die Summe der Einzelwirkungen hinaus. Dieser synergistische Effekt wurde 1957 von Robert Emerson entdeckt.
Ein 15–30 minütiger Far-Red-Puls am Ende der Lichtperiode kann:
Viele moderne LED-Grow-Lampen integrieren 730nm Far-Red-LEDs. Das ist die einfachste und sicherste Methode – der Hersteller hat die Dosierung bereits optimiert.
Zusätzliche Far-Red-LED-Streifen können als Ergänzung installiert werden. Sie werden nur am Ende der Lichtperiode für 15–30 Minuten eingeschaltet (EOD-Behandlung).
Near Infrared (über 780 nm) ist für Cannabis praktisch nutzlos. Es wird von der Pflanze nicht für die Photosynthese verwendet und liefert lediglich Wärme. Infrarot-Heizstrahler können die Growbox-Temperatur erhöhen, sind aber keine Grow-Lampen.
| Anwendung | Nutzen | Empfehlung |
|---|---|---|
| Far Red in Vollspektrum-LED | Positiv | Ja, wenn integriert |
| Far Red EOD-Behandlung | Moderat positiv | Für Fortgeschrittene |
| Separate IR-Lampe als Hauptlicht | Keiner | Nein |
| IR-Heizung | Wärme, kein Licht | Nur zum Heizen |
Far Red (730 nm) als Bestandteil einer Vollspektrum-LED oder als gezielte EOD-Behandlung kann den Grow positiv beeinflussen. Reine Infrarot-Grow-Lampen sind hingegen nutzlos für Cannabis und reine Geldverschwendung. Investiere lieber in eine hochwertige Vollspektrum-LED mit integriertem Far-Red-Anteil.
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Dieser Artikel wurde von AboutWeed erstellt.
30. Mai 2025