
Companion Planting – das gezielte Anpflanzen von Begleitpflanzen neben deinem Cannabis – ist eine der ältesten und natürlichsten Anbaumethoden überhaupt. Die richtigen Nachbarpflanzen können Schädlinge fernhalten, Nützlinge anlocken, den Boden verbessern und sogar das Wachstum deiner Cannabis-Pflanzen fördern. Hier erfährst du alles über die besten Begleitpflanzen für deinen Cannabis-Grow.
Companion Planting (Mischkultur) ist die Praxis, verschiedene Pflanzenarten nebeneinander anzubauen, die sich gegenseitig unterstützen. In der Natur wachsen Pflanzen nie als Monokultur – sie bilden komplexe Gemeinschaften, in denen jede Art eine Rolle spielt.
Für den Cannabis-Anbau bedeutet das: Statt deine Pflanze isoliert in einen Topf oder ein Beet zu setzen, umgibst du sie mit ausgewählten Begleitpflanzen, die bestimmte Funktionen erfüllen.
Basilikum ist der beste Freund deiner Cannabis-Pflanze. Es vertreibt Blattläuse, Spinnmilben, Thripse und Trauermücken durch seine ätherischen Öle.
Der intensive Duft von Lavendel vertreibt viele Schädlinge und überdeckt gleichzeitig den Cannabis-Geruch.
Minze ist ein starker natürlicher Insektenvertreiber. Vorsicht: Sie breitet sich aggressiv aus und sollte in einem eigenen Topf neben dem Cannabis stehen.
Ringelblumen sind die Klassiker im Companion Planting. Ihre Wurzeln geben Substanzen ab, die Fadenwürmer (Nematoden) abtöten.
Dill lockt gezielt Nützlinge wie Schlupfwespen und Schwebfliegen an, die Blattläuse und Raupen fressen.
Klee ist ein Stickstoff-Fixierer. Seine Wurzeln gehen eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein, die Luftstickstoff in pflanzenverfügbaren Stickstoff umwandeln.
Luzerne ist ein weiterer Stickstoff-Fixierer mit tiefen Wurzeln, die den Boden auflockern und Nährstoffe aus tieferen Schichten nach oben transportieren.
Borretsch verbessert den Boden durch seine tiefreichenden Wurzeln und reichert ihn mit Kalium und Calcium an.
Tomatenpflanzen sehen Cannabis auf den ersten Blick ähnlich und haben einen eigenen starken Geruch.
Der intensive Duft von Rosmarin kann den Cannabis-Geruch teilweise überdecken und vertreibt gleichzeitig Kohlweißlinge und Möhrenfliegen.
Jasmin hat einen so intensiven, süßen Duft, dass er den Cannabis-Geruch in der Blüte überlagern kann.
Im Freiland hast du den meisten Platz und die meisten Möglichkeiten:
Auf dem Balkon ist der Platz begrenzt. Setze auf Töpfe:
| Pflanze | Problem |
|---|---|
| Fenchel | Hemmt das Wachstum vieler Nachbarpflanzen durch allelopathische Substanzen |
| Walnuss | Wurzeln geben Juglon ab, das viele Pflanzen abtötet |
| Kohlarten | Ziehen Schädlinge an (Kohlweißling, Blattläuse) |
| Aggressive Bodendecker | Efeu, Giersch – überwuchern das Cannabis |
| Brennnesseln | Konkurrieren um Nährstoffe, brennen beim Handling |
Die beste Schädlingsbekämpfung ist die Ansiedlung natürlicher Fressfeinde. Begleitpflanzen locken diese Nützlinge an:
| Nützling | Frisst | Angelockt durch |
|---|---|---|
| Marienkäfer | Blattläuse (bis zu 50/Tag) | Ringelblumen, Dill, Fenchel |
| Schwebfliegen | Blattläuse, Spinnmilben | Dill, Koriander, Ringelblumen |
| Schlupfwespen | Raupen, Blattläuse | Dill, Petersilie, Schafgarbe |
| Florfliegen | Blattläuse, Thripse, Milben | Dill, Koriander |
| Raubmilben | Spinnmilben | Bodenbedeckung, feuchtes Milieu |
Bedingt. In einem Growzelt ist der Platz begrenzt, und Begleitpflanzen nehmen Licht und Platz weg. Für Indoor-Grows sind andere Methoden der Schädlingsprävention effektiver (z. B. Nützlingseinsatz, Neemöl).
Ja, besonders gut sogar. Autoflower sind kompakt und lassen Platz für Begleitpflanzen. Wähle niedrige Begleitpflanzen, die die Autoflower nicht beschatten.
Sie reduzieren den Schädlingsdruck erheblich, ersetzen aber nicht immer eine gezielte Behandlung bei starkem Befall. Companion Planting ist Prävention, nicht Akutbehandlung.
Als Faustregel: 2–4 verschiedene Begleitpflanzen pro Cannabis-Pflanze reichen aus. Wähle aus jeder Kategorie (Schädlingsabwehr, Bodenverbesserung, Tarnung) mindestens eine.
Dieser Artikel wurde von AboutWeed erstellt.

9. Februar 2026