
Das Dimmen der Grow-Lampe in der Blütephase ist eine fortgeschrittene Technik, die von immer mehr Cannabis-Growern eingesetzt wird. Richtig angewendet kann Dimming Stress reduzieren, die Trichom-Produktion fördern und sogar den Geschmack verbessern. In diesem Artikel erfährst du, wann und wie du deine LED-Beleuchtung in der Blüte sinnvoll dimmen solltest.
Auf den ersten Blick scheint es kontraintuitiv, in der wichtigsten Wachstumsphase die Lichtintensität zu reduzieren. Doch es gibt mehrere Szenarien, in denen Dimming nicht nur sinnvoll, sondern vorteilhaft ist:
| Szenario | Dimm-Level | Dauer |
|---|---|---|
| Sunrise/Sunset-Simulation | 0–100 % / 100–0 % | 15–30 Min pro Übergang |
| Hitzeproblem (über 30 °C) | 70–80 % | Bis Temperatur stabil |
| Lichtbrand-Symptome | 60–75 % | Bis Erholung sichtbar |
| Letzte 48–72 Stunden | 50–70 % | Bis zur Ernte |
| Pflanzenstress (Welken, Curling) | 60–80 % | Bis Erholung |
Die Simulation natürlicher Lichtverhältnisse ist der beliebteste Einsatz von Dimming. Statt die Lampe hart ein- und auszuschalten, fährt sie graduell hoch und runter.
| Zeit | Phase | Intensität |
|---|---|---|
| 06:00 | Sunrise Start | 10 % |
| 06:10 | Sunrise | 30 % |
| 06:20 | Sunrise | 60 % |
| 06:30 | Volle Beleuchtung | 100 % |
| 17:30 | Sunset Start | 100 % |
| 17:40 | Sunset | 60 % |
| 17:50 | Sunset | 30 % |
| 18:00 | Dunkelphase | 0 % |
Für automatisches Dimming brauchst du:
Im Sommer können die Temperaturen in der Growbox leicht über 30 °C steigen – ein kritischer Bereich für Cannabis in der Blüte. Dimming ist dann eine schnelle und effektive Gegenmaßnahme:
Eine kontroverse, aber beliebte Technik ist das Dimmen in den letzten 2–3 Tagen vor der Ernte. Die Theorie dahinter:
Wissenschaftlich ist dieser Effekt nicht eindeutig belegt, aber die Praxis vieler erfahrener Grower spricht dafür. Der Ertragsverlust durch 2–3 Tage geringere Lichtintensität ist minimal.
Ein großer Vorteil des Dimmens ist die direkte Stromersparnis. Die meisten LED-Treiber reduzieren den Stromverbrauch proportional zur Dimm-Stufe:
| Dimm-Stufe | Ungefährer Verbrauch (300W LED) | Monatliche Kosten (18/6, 0,35 €/kWh) |
|---|---|---|
| 100 % | 300 W | ~57 € |
| 80 % | 240 W | ~46 € |
| 60 % | 180 W | ~34 € |
| 50 % | 150 W | ~29 € |
Statt die Lampe von Anfang an auf 100 % zu fahren, startest du mit niedriger Intensität und erhöhst wöchentlich:
Dieser progressive Ansatz gibt den Pflanzen Zeit, sich an die steigende Lichtintensität anzupassen, und minimiert Stress.
Dauerhaftes Dimmen während der Haupt-Blütephase kann den Ertrag reduzieren. Gezieltes Dimming (Sunrise/Sunset, letzte Tage, Hitzekontrolle) hat dagegen keinen oder nur minimalen Einfluss auf den Ertrag.
Nicht jede LED-Grow-Lampe ist dimmbar. Prüfe vor dem Kauf, ob ein Dimm-Knopf oder eine 0–10V-Steuerung vorhanden ist. Günstige Lampen ohne Dimm-Funktion lassen sich nicht nachrüsten.
Dimming ist oft die bessere Wahl, da die Lichtverteilung gleichmäßig bleibt. Beim Vergrößern des Abstands wird die Ausleuchtung breiter, aber ungleichmäßiger.
Licht dimmen in der Cannabis-Blüte ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Zeichen von Kontrolle. Gezieltes Dimming für Sunrise/Sunset-Simulation, Hitzekontrolle und die finale Reifungsphase kann die Qualität deiner Ernte spürbar verbessern. Investiere in eine dimmfähige LED-Lampe und experimentiere mit verschiedenen Dimm-Strategien, um deinen optimalen Grow-Stil zu finden.
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Dieser Artikel wurde von AboutWeed erstellt.
30. Mai 2025