
Das Weitergeben des Joints in einer Runde ist eines der ältesten Rituale der Cannabis-Kultur. Doch was simpel klingt, hat seine eigenen ungeschriebenen Regeln. In diesem Guide erfährst du alles über Joint-Etikette, häufige Fauxpas und wie du in jeder Runde einen guten Eindruck machst.
Die wichtigste Regel: Zwei Züge, dann weitergeben. In den meisten Cannabis-Kulturen weltweit ist „Puff, Puff, Pass" der Standard. Nicht drei, nicht vier, nicht „bis der Joint fertig ist" – zwei Züge, dann wird gereicht.
Traditionell wird der Joint nach links weitergegeben (im Uhrzeigersinn). Das hat keine tiefere Bedeutung, sorgt aber für eine klare Richtung und verhindert Verwirrung.
Der- oder diejenige, die den Joint gedreht hat, hat das Recht auf den ersten Zug. Das ist eine Frage des Respekts für die investierte Arbeit.
Niemand möchte ein nasses Mundstück. Halte deine Lippen trocken und umschließe den Filter nicht zu fest. Leichter Kontakt reicht aus.
Der größte Fauxpas: Den Joint in der Hand halten und dabei reden, statt zu ziehen. Das nennt man „Bogarting" – nach dem Schauspieler Humphrey Bogart, der seine Zigarette immer im Mundwinkel hatte.
| Don't | Warum | Stattdessen |
|---|---|---|
| Joint festhalten und reden | Andere warten, Joint brennt weg | Ziehen, weitergeben, dann reden |
| Joint mit nassen Lippen anfassen | Unhygienisch, unangenehm | Lippen trocken halten |
| Richtung wechseln | Verwirrung, jemand wird übergangen | Immer in gleicher Richtung weitergeben |
| Zwischen die Finger nehmen | Verbrennt die Finger des Nächsten | Am Filter anfassen, hinstrecken |
| Asche auf andere fallen lassen | Respektlos, Brandgefahr | Vor dem Weitergeben abklopfen |
| Joint ausdrücken wenn noch was drin ist | Verschwendung, Entscheidung der Gruppe | Fragen, ob noch jemand möchte |
Gerade seit der Corona-Pandemie ist Hygiene beim Joint-Weitergeben ein wichtiges Thema:
In den meisten europäischen Ländern wird gemischt (Spliff) geraucht. Die Puff-Puff-Pass-Regel gilt, oft wird aber auch nach Gefühl weitergegeben. Gastfreundschaft ist wichtig: Wer Cannabis mitbringt, teilt es.
In den USA und Kanada wird meist pur geraucht. Puff-Puff-Pass ist streng. „Cornering" (nur eine Ecke des Bowls anzünden) ist bei Bongs die höfliche Methode.
In der Rastafari-Kultur ist das gemeinsame Rauchen ein spirituelles Ritual. Der Joint (Spliff) wird linksherum gereicht. Man spricht Segen aus, bevor man zieht.
Einfach höflich ablehnen: „Danke, ich bin gut." Niemand sollte zum Rauchen gedrängt werden. In einer guten Runde wird das respektiert – überspringe dich einfach und gib den Joint weiter.
Es gibt keine feste Regel, aber es ist guter Stil, gelegentlich eigenes Cannabis beizusteuern. In vielen Freundesgruppen wird geteilt, aber ein einseitiges Schmarotzen fällt auf.
Absolut. Ein sabbernasser Joint ist unhygienisch und unangenehm. Du kannst höflich sagen: „Der ist mir zu feucht" oder den nassen Teil des Filters abschneiden/abreißen.
Die Joint-Etikette basiert auf zwei einfachen Prinzipien: Respekt und Fairness. Puff-Puff-Pass, trockene Lippen, gleiche Richtung – wenn du diese Basics befolgst, bist du in jeder Runde willkommen. Und denk daran: Es geht nicht nur um den Joint, sondern um die gemeinsame Zeit.
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Dieser Artikel wurde von AboutWeed erstellt.
4. März 2025