
CO2 (Kohlendioxid) ist neben Licht und Wasser einer der drei Grundbausteine der Photosynthese. Normale Umgebungsluft enthält etwa 400 ppm CO2 – genug für normales Pflanzenwachstum. Doch wenn du diesen Wert auf 800–1500 ppm erhöhst, kannst du das Wachstum und den Ertrag deiner Cannabis-Pflanzen um 20–30 % steigern. Erfahre hier, wie CO2-Anreicherung funktioniert und ob sie sich für deinen Grow lohnt.
Bei der Photosynthese nimmt die Pflanze CO2 auf und wandelt es mit Hilfe von Lichtenergie in Zucker um. Dieser Zucker ist der Treibstoff für Wachstum und Blütenbildung. Bei normalem CO2-Gehalt (400 ppm) erreicht die Pflanze eine Sättigungsgrenze – sie kann nicht schneller wachsen, weil das CO2 zum limitierenden Faktor wird.
Erhöhst du den CO2-Gehalt, verschiebt sich diese Sättigungsgrenze nach oben. Die Pflanze kann mehr Licht nutzen, mehr Zucker produzieren und schneller wachsen – vorausgesetzt, alle anderen Faktoren stimmen.
| CO2-Level | Wachstumseffekt | Voraussetzungen |
|---|---|---|
| 400 ppm (normal) | Normales Wachstum | Keine besonderen |
| 800 ppm | 10–15 % schnelleres Wachstum | Gute Beleuchtung (600+ PPFD) |
| 1000–1200 ppm | 20–30 % schnelleres Wachstum | Starkes Licht (800+ PPFD), höhere Temp |
| 1500 ppm | Maximum, kaum mehr Steigerung | Sehr starkes Licht (1000+ PPFD) |
| Über 2000 ppm | Giftig für die Pflanze | Vermeiden! |
CO2-Anreicherung ist nur sinnvoll, wenn alle anderen Faktoren bereits optimiert sind. CO2 ohne starkes Licht ist nutzlos.
Die professionellste Methode. Eine Druckflasche mit CO2 wird über einen Druckregler und ein Magnetventil gesteuert.
Verbrennt Propan oder Erdgas, um CO2 zu erzeugen. Erzeugt nebenbei Wärme und Feuchtigkeit.
Fertigprodukte, die CO2 durch Pilzmyzel-Fermentation langsam freisetzen.
Ein einfaches DIY-Setup mit Hefe, Zucker und Wasser in einem Behälter.
Ein CO2-Controller misst den CO2-Gehalt im Raum und steuert die CO2-Zufuhr automatisch. Er schaltet das Magnetventil oder den Generator ein, wenn der CO2-Wert unter den Sollwert fällt.
Ohne Controller kannst du die CO2-Zufuhr über einen Timer steuern. Weniger präzise, aber günstiger.
| Methode | Anschaffung | Laufkosten/Monat | CO2-Effektivität |
|---|---|---|---|
| CO2-Flasche + Regler | 200–400 € | 20–40 € (Flaschentausch) | Sehr hoch |
| CO2-Generator | 150–300 € | 15–30 € (Gas) | Sehr hoch |
| CO2-Beutel | 20–40 € | 20–40 € (Ersatz) | Gering |
| DIY Hefe | 5 € | 3–5 € | Sehr gering |
Für ein 60×60-Zelt mit einer 100W-LED lohnt sich CO2 nicht. Die Anschaffungskosten stehen in keinem Verhältnis zum Mehrertrag. Investiere das Geld lieber in besseres Licht.
Ja. Über 1500 ppm bringt kaum noch Vorteile, über 2000 ppm wird CO2 für die Pflanze toxisch – die Stomata schließen sich und die Photosynthese stoppt.
CO2 funktioniert bei Autoflower genauso wie bei photoperiodischen Sorten. Ob es sich lohnt, hängt von deinem Setup ab, nicht von der Sorte.
Dieser Artikel wurde von AboutWeed erstellt.

9. Februar 2026