Coco-Substrat

Coco-Substrat für den Cannabis-Anbau – Der komplette Guide
Coco-Substrat (Kokossubstrat, Cocopeat, Coco Coir) hat sich in den letzten Jahren als eines der beliebtesten Anbaumedien für Cannabis etabliert. Es vereint die Fehlerverzeihung von Erde mit der Kontrolle der Hydroponik und bietet damit einen hervorragenden Kompromiss für Grower aller Erfahrungsstufen.
Was ist Coco-Substrat?
Coco-Substrat wird aus den Fasern der Kokosnussschale gewonnen. Es ist ein nachwachsender, umweltfreundlicher Rohstoff, der hervorragende Eigenschaften als Pflanzensubstrat besitzt. Im Cannabisanbau wird es entweder pur oder als Mischung mit Perlit verwendet.
Vorteile von Coco-Substrat
| Vorteil | Beschreibung |
|---|---|
| Hervorragende Wasser-Luft-Balance | Speichert Wasser und bietet gleichzeitig Sauerstoff für die Wurzeln |
| pH-neutral | pH 5,5–6,5, ideal für Cannabis |
| Nachwachsend und umweltfreundlich | Nachhaltige Alternative zu Torf |
| Wiederverwendbar | Kann nach Sterilisation erneut genutzt werden |
| Schimmelresistent | Natürliche antifungale Eigenschaften |
| Volle Nährstoffkontrolle | Enthält kaum eigene Nährstoffe |
| Schnelleres Wachstum | Bessere Sauerstoffversorgung der Wurzeln als Erde |
Coco-Substrat vorbereiten
Gepresste Coco-Blöcke aufquellen
- Block in einen großen Behälter legen
- Warmes Wasser hinzufügen (ca. 5x das Volumen des Blocks)
- 30–60 Minuten quellen lassen
- Aufgelockert und gleichmäßig feucht – fertig
Coco spülen (bei günstigen Marken)
Günstiges Coco kann hohe Salzkonzentrationen enthalten. Spüle es gründlich mit pH-eingestelltem Wasser (EC des Ablaufs unter 0,5 mS/cm) und puffere es mit einer Cal-Mag-Lösung.
Die optimale Mischung
| Mischung | Verhältnis | Eignung |
|---|---|---|
| Coco pur | 100% Coco | Erfahrene Grower, häufige Bewässerung |
| Coco + Perlit | 70/30 | Standardmischung, ideal für die meisten Setups |
| Coco + Perlit | 50/50 | Maximale Drainage und Sauerstoff |
Bewässerung in Coco
- Häufiger gießen als in Erde: Coco trocknet schneller aus
- Immer mit Nährlösung gießen: Coco enthält keine eigenen Nährstoffe
- pH: 5,8–6,2
- EC nach Phase: 0,4 (Sämling) bis 1,8 (volle Blüte)
- Ablauf: 15–20% des Gießwassers sollte ablaufen
- Nie ganz austrocknen lassen: Anders als bei Erde sollte Coco stets leicht feucht bleiben
Cal-Mag: Das Muss in Coco
Calcium und Magnesium sind beim Coco-Grow unverzichtbar. Kokos bindet Calcium und Magnesium an seinen Kationenaustauschplätzen und gibt dafür Natrium und Kalium frei. Ohne Cal-Mag-Supplementierung entwickeln Pflanzen in Coco fast immer Cal-Mag-Mangel.
- Cal-Mag bei jeder Bewässerung zusetzen
- Typische Dosierung: 1–2 ml/L Cal-Mag-Lösung
- Vor dem Basisdünger hinzufügen
Häufige Fehler im Coco-Grow
- Kein Cal-Mag verwenden: Führt unweigerlich zu Mangelsymptomen
- Wie Erde gießen: Coco braucht häufigere, kleinere Gaben
- Coco austrocknen lassen: Verursacht Salzanreicherung und Wurzelstress
- Erde-Dünger verwenden: Spezielle Hydro-/Coco-Dünger verwenden
- Ungespültes Coco nutzen: Hohe Salzkonzentration schädigt Wurzeln
Fazit: Coco als idealer Kompromiss
Coco-Substrat bietet die perfekte Balance zwischen der Einfachheit von Erde und der Kontrolle der Hydroponik. Mit der richtigen Vorbereitung, konsequenter Cal-Mag-Supplementierung und angepasster Bewässerung können in Coco hervorragende Ergebnisse erzielt werden – oft mit schnellerem Wachstum und höheren Erträgen als in Erde.
Dieser Artikel wurde von AboutWeed erstellt.













