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Nils Beyer·

Coco-Substrat

Zuchtmedien
Coco-Substrat Säcke Bannerbild

Coco-Substrat für den Cannabis-Anbau – Der komplette Guide

Coco-Substrat (Kokossubstrat, Cocopeat, Coco Coir) hat sich in den letzten Jahren als eines der beliebtesten Anbaumedien für Cannabis etabliert. Es vereint die Fehlerverzeihung von Erde mit der Kontrolle der Hydroponik und bietet damit einen hervorragenden Kompromiss für Grower aller Erfahrungsstufen.

Was ist Coco-Substrat?

Coco-Substrat wird aus den Fasern der Kokosnussschale gewonnen. Es ist ein nachwachsender, umweltfreundlicher Rohstoff, der hervorragende Eigenschaften als Pflanzensubstrat besitzt. Im Cannabisanbau wird es entweder pur oder als Mischung mit Perlit verwendet.

Vorteile von Coco-Substrat

VorteilBeschreibung
Hervorragende Wasser-Luft-BalanceSpeichert Wasser und bietet gleichzeitig Sauerstoff für die Wurzeln
pH-neutralpH 5,5–6,5, ideal für Cannabis
Nachwachsend und umweltfreundlichNachhaltige Alternative zu Torf
WiederverwendbarKann nach Sterilisation erneut genutzt werden
SchimmelresistentNatürliche antifungale Eigenschaften
Volle NährstoffkontrolleEnthält kaum eigene Nährstoffe
Schnelleres WachstumBessere Sauerstoffversorgung der Wurzeln als Erde

Coco-Substrat vorbereiten

Gepresste Coco-Blöcke aufquellen

  1. Block in einen großen Behälter legen
  2. Warmes Wasser hinzufügen (ca. 5x das Volumen des Blocks)
  3. 30–60 Minuten quellen lassen
  4. Aufgelockert und gleichmäßig feucht – fertig

Coco spülen (bei günstigen Marken)

Günstiges Coco kann hohe Salzkonzentrationen enthalten. Spüle es gründlich mit pH-eingestelltem Wasser (EC des Ablaufs unter 0,5 mS/cm) und puffere es mit einer Cal-Mag-Lösung.

Die optimale Mischung

MischungVerhältnisEignung
Coco pur100% CocoErfahrene Grower, häufige Bewässerung
Coco + Perlit70/30Standardmischung, ideal für die meisten Setups
Coco + Perlit50/50Maximale Drainage und Sauerstoff

Bewässerung in Coco

  • Häufiger gießen als in Erde: Coco trocknet schneller aus
  • Immer mit Nährlösung gießen: Coco enthält keine eigenen Nährstoffe
  • pH: 5,8–6,2
  • EC nach Phase: 0,4 (Sämling) bis 1,8 (volle Blüte)
  • Ablauf: 15–20% des Gießwassers sollte ablaufen
  • Nie ganz austrocknen lassen: Anders als bei Erde sollte Coco stets leicht feucht bleiben

Cal-Mag: Das Muss in Coco

Calcium und Magnesium sind beim Coco-Grow unverzichtbar. Kokos bindet Calcium und Magnesium an seinen Kationenaustauschplätzen und gibt dafür Natrium und Kalium frei. Ohne Cal-Mag-Supplementierung entwickeln Pflanzen in Coco fast immer Cal-Mag-Mangel.

  • Cal-Mag bei jeder Bewässerung zusetzen
  • Typische Dosierung: 1–2 ml/L Cal-Mag-Lösung
  • Vor dem Basisdünger hinzufügen

Häufige Fehler im Coco-Grow

  • Kein Cal-Mag verwenden: Führt unweigerlich zu Mangelsymptomen
  • Wie Erde gießen: Coco braucht häufigere, kleinere Gaben
  • Coco austrocknen lassen: Verursacht Salzanreicherung und Wurzelstress
  • Erde-Dünger verwenden: Spezielle Hydro-/Coco-Dünger verwenden
  • Ungespültes Coco nutzen: Hohe Salzkonzentration schädigt Wurzeln

Fazit: Coco als idealer Kompromiss

Coco-Substrat bietet die perfekte Balance zwischen der Einfachheit von Erde und der Kontrolle der Hydroponik. Mit der richtigen Vorbereitung, konsequenter Cal-Mag-Supplementierung und angepasster Bewässerung können in Coco hervorragende Ergebnisse erzielt werden – oft mit schnellerem Wachstum und höheren Erträgen als in Erde.

Dieser Artikel wurde von AboutWeed erstellt.