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Cannabis Lollipopping Methode: Untere Äste weg

Trainingstechniken
Cannabis Lollipopping Methode

Cannabis Lollipopping Methode – Untere Äste entfernen für bessere Erträge

Die Cannabis Lollipopping Methode ist eine bewährte Beschneidungstechnik, bei der untere Äste und Blätter entfernt werden, um die Pflanze auf die Produktion großer, qualitativ hochwertiger Top-Buds zu fokussieren. Diese Methode ist besonders effektiv unter künstlicher Beleuchtung, wo das Licht die unteren Pflanzenteile nur unzureichend erreicht.

Das Prinzip: Warum untere Äste entfernen?

Unter Indoor-Beleuchtung fällt die Lichtintensität mit zunehmender Entfernung von der Lampe drastisch ab. Die unteren Triebe erhalten oft nur 20–30 % des Lichts der oberen Bereiche. Das bedeutet:

  • Untere Buds werden klein, locker und minderwertig (Popcorn-Buds)
  • Die Pflanze verschwendet Energie auf unproduktive Bereiche
  • Dichtes Blattwerk unten fördert Feuchtigkeitsprobleme
  • Mehr Material zum Trimmen bei geringer Qualität

Lichtverteilung im Grow-Zelt

PositionRelative LichtintensitätBlütenqualität
Oberes Drittel (Canopy)100 %Premium – dichte, harzreiche Buds
Mittleres Drittel40–60 %Mittel – akzeptable Buds
Unteres Drittel10–25 %Schlecht – Popcorn-Buds, larkig

Anleitung: Untere Äste richtig entfernen

Vorbereitung

  • Timing: Idealerweise in der letzten Vegetationswoche oder den ersten 7 Tagen der Blüte
  • Werkzeug: Scharfe, sterilisierte Gartenschere
  • Pflanze bewässern: 1–2 Stunden vor dem Beschneiden gießen – Pflanze ist straffer und Schnittwunden heilen besser

Durchführung

  1. Pflanze begutachten: Identifiziere alle Triebe, die deutlich unter dem Blätterdach liegen
  2. Schnittlinie festlegen: Typischerweise werden die unteren 1/3 bis 1/2 der Pflanze entlaubt
  3. Seitentriebe entfernen: Schneide kleine Seitentriebe direkt am Hauptstamm ab
  4. Fächerblätter entfernen: Große Blätter, die nach innen wachsen oder Blütenstandorte beschatten
  5. Saubere Schnitte: Glatte Schnitte direkt am Ursprung – keine Stummel stehen lassen
  6. Nicht übertreiben: Maximal 30–40 % der Blattmasse in einer Sitzung

Was passiert nach dem Lollipopping?

  • Tag 1–3: Pflanze kann leicht gestresst wirken, verlangsamtes Wachstum
  • Tag 3–7: Pflanze erholt sich, beginnt Energie umzuleiten
  • Tag 7–14: Obere Triebe wachsen sichtbar stärker
  • Blüte Woche 3+: Deutlich größere, dichtere Top-Buds im Vergleich zu unbehandelten Pflanzen

Lollipopping vs. Defoliation

MerkmalLollipoppingDefoliation
Was wird entferntGanze Triebe und ÄsteEinzelne Blätter
ZielEnergieumleitung zu Top-BudsLichtdurchdringung verbessern
WannVor/Anfang der BlüteMehrmals während des Grows
AggressivitätHoch (ganze Bereiche entfernen)Moderat (einzelne Blätter)
KombinierbarJa, ergänzen sich perfektJa, ergänzen sich perfekt

Spezielle Überlegungen

Lollipopping bei SOG

Beim Sea of Green ist Lollipopping fast Pflicht: Jede Pflanze wird auf einen Hauptcola reduziert. Alle Seitentriebe werden entfernt, sodass die gesamte Energie in eine einzige, große Blüte fließt.

Lollipopping bei SCROG

Alles unterhalb des Netzes wird entfernt. Die Pflanze investiert ausschließlich in die Triebe oberhalb des Screens, was zu einem gleichmäßigen, dichten Blütenteppich führt.

Outdoor-Lollipopping

Auch bei Outdoor-Pflanzen sinnvoll, allerdings weniger aggressiv. Die Sonne erreicht mehr Bereiche als eine Indoor-Lampe, daher nur die untersten, stark beschatteten Triebe entfernen.

Tipps für optimale Ergebnisse

  1. Stufenweise vorgehen: Lieber an zwei Tagen jeweils etwas weniger entfernen als alles auf einmal
  2. Nachwachsende Triebe beobachten: Manche Pflanzen treiben nach dem Lollipopping unten erneut aus – bei Bedarf nachschneiden
  3. Entfernte Blätter nutzen: Große Fächerblätter können für Smoothies oder als Mulch verwendet werden
  4. Sortenspezifisch anpassen: Buschige Indica-Sorten profitieren stärker als schlanke Sativa
  5. Dokumentieren: Vergleiche Pflanzen mit und ohne Lollipopping, um den Effekt selbst zu messen

FAQ zum Lollipopping

Wie viel kann ich sicher entfernen?

In einem Durchgang maximal 30–40 % der Blattmasse. Bei Bedarf nach 5–7 Tagen Erholung einen zweiten Durchgang machen.

Funktioniert Lollipopping bei jeder Sorte?

Ja, grundsätzlich bei allen photoperiodischen Sorten. Bei Autoflowern ist Vorsicht geboten – dort nur minimal und früh im Wachstum lollipoppen.

Fazit: Untere Äste weg für Top-Qualität

Die Cannabis Lollipopping Methode durch Entfernen der unteren Äste ist eine der einfachsten und effektivsten Techniken zur Qualitätssteigerung. Weniger unproduktive Triebe bedeuten mehr Energie für die Top-Buds, bessere Luftzirkulation und weniger Trimm-Arbeit. Jeder Indoor-Grower sollte diese Technik in sein Repertoire aufnehmen.

Dieser Artikel wurde von AboutWeed erstellt.