
Die Photosynthese ist der Motor jeder Cannabis-Pflanze. Ohne diesen Prozess gäbe es kein Wachstum, keine Blüten und keine Cannabinoide. Dieser Guide erklärt, wie Cannabis Lichtenergie in Wachstumsenergie umwandelt und wie du diesen Prozess als Grower optimieren kannst.
Bei der Photosynthese wandelt die Pflanze drei Zutaten in Nahrung um:
Das Ergebnis: Glucose (Zucker als Energiequelle) und Sauerstoff (wird freigesetzt).
Die Glucose wird dann für alle Wachstumsprozesse verwendet – Zellteilung, Wurzelwachstum, Blattproduktion und in der Blüte für die Bildung von Blüten, Trichomen und Cannabinoiden.
Licht ist der Treibstoff der Photosynthese. Die Qualität, Intensität und Dauer des Lichts bestimmen direkt, wie viel Energie die Pflanze produzieren kann.
| PPFD (µmol/m²/s) | Bewertung | Geeignet für |
|---|---|---|
| 100–200 | Schwach | Sämlinge, Klone |
| 200–400 | Mittel | Vegetative Phase (Basic) |
| 400–600 | Gut | Vegetative Phase (Optimal) |
| 600–900 | Stark | Blütephase (Optimal) |
| 900–1200 | Sehr stark | Blüte mit CO2-Supplementierung |
| Über 1200 | Extrem | Nur mit CO2 und perfekten Bedingungen |
Ohne CO2 stoppt die Photosynthese, egal wie viel Licht vorhanden ist:
Bei erhöhtem CO2 verschiebt sich das Temperaturoptimum nach oben:
| CO2 (ppm) | Optimale Temperatur | Maximale Photosyntheserate |
|---|---|---|
| 400 (normal) | 24–26 °C | Basis (100 %) |
| 800 | 26–28 °C | 120–130 % |
| 1200 | 28–30 °C | 130–140 % |
| 1500 | 30–32 °C | 140–150 % |
Wasser ist nicht nur Rohstoff der Photosynthese, sondern steuert auch den Gasaustausch:
Transpiration ist die Verdunstung von Wasser über die Blätter. Sie steht in direktem Zusammenhang mit der Photosynthese:
| Limitierung | Symptom | Lösung |
|---|---|---|
| Zu wenig Licht | Streckung, dünne Stängel, langsames Wachstum | Stärkere Lampe, Abstand reduzieren |
| Zu wenig CO2 | Wachstum stagniert trotz guter Beleuchtung | Abluft optimieren oder CO2 supplementieren |
| Zu kalt | Lila Stängel, langsames Wachstum | Heizung, Temperatur auf 22–28 °C |
| Zu heiß | Welke Blätter, Bleaching | Kühlung, Abstand zur Lampe, Abluft |
| Wassermangel | Welke Blätter, geschlossene Stomata | Regelmäßiger Wet-Dry-Cycle |
| Magnesiummangel | Vergilbung zwischen Blattadern | Epsomsalz oder Cal-Mag-Dünger |
| Stickstoffmangel | Gelbe Blätter von unten | Stickstoffbetonten Dünger zugeben |
| Lampentyp | Effizienz (µmol/J) | Spektrum | Photosynthese-Qualität |
|---|---|---|---|
| HPS/NDL | 1,0–1,7 | Viel Rot/Gelb, wenig Blau | Gut für Blüte |
| CMH/CDM | 1,5–2,0 | Breitband, natürliches Spektrum | Gut für beide Phasen |
| LED (Budget) | 1,5–2,2 | Variabel | Abhängig vom Modell |
| LED (Premium) | 2,5–3,0 | Vollspektrum, optimiert | Optimal |
Ja, absolut. Cannabis unterscheidet nicht zwischen Sonnenlicht und Kunstlicht. Entscheidend sind Intensität und Spektrum. Moderne Vollspektrum-LEDs liefern ein für die Photosynthese optimiertes Lichtspektrum.
Nein. Cannabis braucht auch Dunkelperioden für Regeneration und Zellatmung. 18/6 (Veg) und 12/12 (Blüte) sind ideal. Dauerlicht (24/0) kann den Gesamtertrag sogar reduzieren.
Licht ist nur ein Faktor. Wenn CO2, Temperatur, Nährstoffe oder pH nicht stimmen, kann die Pflanze das Licht nicht nutzen. Optimiere alle Faktoren gleichzeitig.
Dieser Artikel wurde von AboutWeed erstellt.

9. Februar 2026