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Cannabis und Koriander anbauen: Aromaboost & Schutz

Umweltfreundliche Pflanzenpflege
Cannabis und Koriander anbauen

Cannabis und Koriander anbauen – Aromaboost und natürlicher Schutz

Koriander (Coriandrum sativum) ist ein vielseitiger Partner im Cannabis-Companion-Growing. Als Doldenblütler teilt er viele Vorteile mit Dill – lockt Nützlinge an, schreckt Schädlinge ab und kann sogar das Terpenprofil benachbarter Cannabispflanzen positiv beeinflussen. In diesem Guide erfährst du, wie du Cannabis und Koriander optimal zusammen anbaust.

Warum Koriander als Cannabis-Begleiter?

Koriander bringt eine Reihe von Vorteilen für den Cannabis-Anbau mit, die ihn zu einem der besten Companion Plants machen.

Die Vorteile im Überblick

  • Schädlingsabwehr: Koriander enthält Linalool und Geraniol – Terpene, die Blattläuse, Spinnmilben und Kartoffelkäfer abschrecken
  • Nützlingsmagnet: Die zarten Doldenblüten ziehen Schwebfliegen, Schlupfwespen und Marienkäfer an
  • Terpene in Synergie: Koriander produziert Linalool – dasselbe Terpen, das auch in Cannabis vorkommt. Einige Grower berichten von verstärkter Terpenproduktion
  • Bodenverbesserung: Die Wurzeln setzen Verbindungen frei, die das Bodenleben fördern
  • Schnelle Keimung: Koriander keimt innerhalb von 7–14 Tagen und bietet schnell Schutz
  • Dual-Use: Sowohl die Blätter (Korianderkraut) als auch die Samen (Koriandergewürz) sind kulinarisch wertvoll

Koriander und Cannabis – Gemeinsame Terpene

Eine besonders faszinierende Verbindung zwischen Koriander und Cannabis liegt in ihren gemeinsamen Terpenen.

  • Linalool: In beiden Pflanzen reichlich vorhanden – blumig, lavendelartig
  • Geraniol: Rosenartiges Terpen, das in beiden Pflanzen vorkommt
  • Alpha-Pinene: Kiefernartiges Terpen, in geringeren Mengen in beiden
  • Die räumliche Nähe terpenreicher Pflanzen kann die VOC-Produktion benachbarter Pflanzen stimulieren

Anbauanleitung: Cannabis und Koriander zusammen pflanzen

Aussaat

  • Koriandersamen leicht andrücken (nicht mit Erde bedecken oder nur dünn)
  • Keimtemperatur: 15–25 °C (Koriander bevorzugt kühlere Bedingungen als Cannabis)
  • Keimzeit: 7–14 Tage
  • Tipp: Samen vor der Aussaat leicht andrücken oder über Nacht einweichen beschleunigt die Keimung

Platzierung und Abstand

  • Indoor: Koriander in separaten 1–2-Liter-Töpfen neben den Cannabispflanzen
  • Outdoor: 20–40 cm Abstand zu den Cannabispflanzen, als Randbepflanzung oder Unterpflanzung
  • Koriander wird nur 30–60 cm hoch und konkurriert kaum um Licht

Licht und Temperatur

  • Koriander gedeiht bei 15–25 °C – etwas kühler als Cannabis ideal
  • Verträgt den Cannabis-Lichtzyklus gut (18/6 und 12/12)
  • Bei Temperaturen über 28 °C schießt Koriander schnell in die Blüte (Bolting)
  • Tipp für Indoor: Koriander an den Rand der Growbox stellen, wo es etwas kühler ist

Pflege und Management

Bewässerung

  • Koriander braucht gleichmäßige, moderate Feuchtigkeit
  • Keine Staunässe – das fördert Wurzelfäule
  • Etwas weniger Wasser als Cannabis – separate Töpfe erleichtern die individuelle Bewässerung

Düngung

  • Koriander hat einen geringen Nährstoffbedarf
  • Leichte Komposterde reicht aus
  • Cannabis-Dünger in halber Konzentration ist für Koriander ausreichend

Ernte des Korianders

  • Blätter können ab einer Pflanzenhöhe von 10 cm laufend geerntet werden
  • Von außen nach innen ernten – die inneren Blätter weiterwachsen lassen
  • Einige Pflanzen blühen lassen, um Nützlinge anzulocken und Samen zu gewinnen
  • Koriandersamen reifen 2–3 Wochen nach der Blüte

Schädlingsschutz durch Koriander

Abgeschreckte Schädlinge

  • Blattläuse: Korianderöle wirken stark repellierend
  • Spinnmilben: Werden durch die VOCs verwirrt und gestört
  • Kartoffelkäfer: Meiden Koriander-Umgebungen
  • Weiße Fliegen: Werden durch Geraniol und Linalool abgeschreckt

Angezogene Nützlinge

  • Schwebfliegen: Die wichtigsten Blattlaus-Jäger
  • Parasitäre Wespen: Legen Eier in Schädlinge und deren Larven
  • Marienkäfer: Adulte und Larven fressen große Mengen Blattläuse
  • Laufkäfer: Bodenjäger, die Schnecken und Bodenlarven fressen

Herausforderungen beim gemeinsamen Anbau

  • Bolting (Schossen): Koriander schießt bei Hitze schnell in die Blüte – Slow-Bolt-Sorten verwenden
  • Kurzlebigkeit: Koriander ist einjährig und muss alle 3–4 Wochen nachgesät werden
  • Temperaturempfindlichkeit: Koriander bevorzugt kühlere Bedingungen als Cannabis – Indoor kann das ein Problem sein
  • Aussamen: Koriander kann sich unkontrolliert ausbreiten – Blüten rechtzeitig entfernen

Slow-Bolt-Sorten empfohlen

  • Calypso: Langsam schießende Sorte, ideal für warme Bedingungen
  • Santo: Besonders langsam in die Blüte, viel Blattmasse
  • Leisure: Hitzetoleranter als Standardsorten

Koriander in verschiedenen Grow-Setups

Indoor Growbox

Platziere 2–3 kleine Koriandertöpfe am Rand der Growbox. Die Wärme des Grows beschleunigt das Bolting – verwende Slow-Bolt-Sorten und ernte regelmäßig die Blätter, um das Schießen zu verzögern.

Outdoor-Garten

Im Outdoor-Bereich glänzt Koriander besonders. Pflanze ihn als Unterbepflanzung oder in einem Ring um die Cannabispflanzen. Lasse einen Teil der Pflanzen blühen und säe regelmäßig nach, um eine kontinuierliche Schutzwirkung zu gewährleisten.

Gewächshaus

Im Gewächshaus bietet Koriander die Vorteile beider Welten – geschützter Anbau mit natürlicher Nützlingsanziehung. Die Belüftung im Gewächshaus verteilt die schützenden VOCs optimal.

Fazit: Koriander als Aromaboost und Schutzschild

Cannabis und Koriander bilden eine effektive Companion-Growing-Partnerschaft, die natürlichen Schädlingsschutz mit potenzieller Terpen-Stimulation verbindet. Die gemeinsamen Terpene (Linalool, Geraniol) schaffen eine aromatische Synergie, die beiden Pflanzen zugutekommt. Mit der richtigen Sortenwahl und Anbautechnik ist Koriander ein wertvoller Begleiter, der deinen Cannabis-Grow auf natürliche Weise unterstützt.

Dieser Artikel wurde von AboutWeed erstellt.