
CBDV (Cannabidivarin) ist ein weniger bekanntes Cannabinoid, das in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus der Cannabisforschung gerückt ist. Als struktureller Verwandter von CBD zeigt CBDV vielversprechende Eigenschaften, die es zu einem spannenden Kandidaten für therapeutische Anwendungen machen.
CBDV ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, das erstmals 1969 identifiziert wurde. Strukturell unterscheidet es sich von CBD durch eine kürzere Seitenkette (Propyl statt Pentyl). CBDV kommt natürlicherweise in bestimmten Cannabissorten vor, typischerweise in höheren Konzentrationen in:
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Chemische Formel | C₁₉H₂₆O₂ |
| Molekulargewicht | 286,41 g/mol |
| Psychoaktiv | Nein |
| Verwandt mit | CBD (Cannabidiol) |
| Vorkommen | In geringen Mengen in bestimmten Cannabis-Chemotypen |
| Siedepunkt | Ähnlich wie CBD (~160–180°C) |
Die vielversprechendste Forschungsrichtung. Präklinische Studien zeigen antikonvulsive Eigenschaften von CBDV. GW Pharmaceuticals (Hersteller von Epidiolex) hat klinische Studien mit CBDV bei Epilepsie durchgeführt.
Tierstudien deuten darauf hin, dass CBDV antiemetische (übelkeitshemmende) Eigenschaften haben kann, möglicherweise durch Interaktion mit dem 5-HT1A-Rezeptor.
Laborstudien zeigen entzündungshemmende Eigenschaften, insbesondere im Magen-Darm-Trakt. CBDV wird als potenzielles Mittel bei entzündlichen Darmerkrankungen erforscht.
Klinische Studien untersuchen derzeit den Einsatz von CBDV bei Autismus-Spektrum-Störungen. Die Forschung befindet sich jedoch noch in einem frühen Stadium.
| Aspekt | CBDV | CBD |
|---|---|---|
| Psychoaktiv | Nein | Nein |
| Antikonvulsiv | Ja (vielversprechend) | Ja (zugelassenes Medikament) |
| Entzündungshemmend | Ja (präklinisch) | Ja (gut erforscht) |
| Verfügbarkeit | Gering (wenig in den meisten Sorten) | Hoch (viele CBD-Sorten) |
| Forschungsstand | Früh (präklinisch, wenige klinische Studien) | Fortgeschritten (zugelassene Medikamente) |
| Seitenkette | Propyl (3 Kohlenstoffe) | Pentyl (5 Kohlenstoffe) |
Für Grower, die am Anbau CBDV-reicher Sorten interessiert sind, kommen folgende Genetiken infrage:
Der CBDV-Gehalt in kommerziellen Sorten ist typischerweise niedrig (unter 1%). Spezialisierte Züchtungsprogramme arbeiten an Sorten mit höherem CBDV-Gehalt.
Als Teil des vollständigen Cannabinoid-Spektrums trägt CBDV zum Entourage-Effekt bei. Vollspektrum-CBD-Produkte enthalten natürlicherweise kleine Mengen CBDV, die die Gesamtwirkung des Produkts beeinflussen können.
Die CBDV-Forschung steht noch am Anfang, zeigt aber vielversprechende Richtungen:
CBDV ist ein faszinierendes Cannabinoid mit erheblichem therapeutischem Potenzial. Obwohl die Forschung noch in einem frühen Stadium ist, deuten die bisherigen Ergebnisse darauf hin, dass CBDV in der Zukunft eine wichtige Rolle in der Cannabinoid-basierten Therapie spielen könnte. Die Cannabis-Wissenschaft entdeckt kontinuierlich neue Aspekte der über 100 Cannabinoide in der Pflanze – und CBDV gehört zu den vielversprechendsten unter ihnen.
Dieser Artikel wurde von AboutWeed erstellt.

9. Februar 2026